PISA 2025: Was Deutschlands Bildungsergebnisse für unsere Kinder bedeuten – und wie wir ihnen helfen können, nicht durch das Bildungsnetz zu fallen

Die neuen PISA-Ergebnisse sind da. Und sie sind ernst.
Am 8. September 2026 wurden die Ergebnisse der PISA-Erhebung 2025 veröffentlicht. Sie zeigen erneut, dass grundlegende Kompetenzen bei vielen Jugendlichen nicht dort sind, wo sie sein sollten.
Für Deutschland wurden in allen drei zentralen Bereichen – Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften – die niedrigsten Ergebnisse seit Beginn der PISA-Erhebungen gemessen.
Deutschland erreicht 486 Punkte in den Naturwissenschaften, 465 Punkte im Lesen und 464 Punkte in Mathematik.
Diese Zahlen sollten uns aufmerksam machen.
Aber sie sollten uns nicht in Panik versetzen.
Denn PISA sagt nicht voraus, was aus einem einzelnen Kind werden wird.
PISA zeigt uns vielmehr, wie wichtig ein stabiles Bildungsfundament ist.
Und genau hier beginnt die Frage, die wir uns als Eltern stellen sollten:
Wo steht mein Kind gerade?
Was kann es schon?
Wo braucht es vielleicht noch Unterstützung?
Und was können wir tun, damit aus einer kleinen Unsicherheit keine große Lücke wird?
Das Bildungsnetz: Wo steht mein Kind – und wo können wir auffangen?
Wir stellen uns Bildung gerne wie eine Leiter vor.
Ein Kind steigt Stufe für Stufe nach oben.
Aber vielleicht ist ein Netz das bessere Bild.
Denn Kinder lernen nicht geradlinig.
Manchmal geht es schnell voran.
Dann kommt eine Phase, in der etwas schwieriger wird.
Manche Kinder brauchen bei einer bestimmten Fähigkeit länger. Andere haben plötzlich Schwierigkeiten, obwohl ihnen etwas vorher leichtgefallen ist.
Und manchmal merkt niemand sofort, dass ein Kind an einer Stelle den Anschluss verliert.
Genau hier soll unser Bildungsnetz ansetzen.
Nicht, um Kinder zu kontrollieren.
Nicht, um aus Eltern zusätzliche Lehrkräfte zu machen.
Und schon gar nicht, um Kinder miteinander zu vergleichen.
Sondern um genauer hinzuschauen:
Wo steht mein Kind?
Was funktioniert bereits gut?
Wo gibt es eine kleine Lücke?
Was könnte hinter dieser Schwierigkeit stecken?
Welche Unterstützung wäre jetzt sinnvoll?
Und vor allem:
Wie können wir helfen, ohne dass Lernen zu einem täglichen Kampf wird?
Denn eine Lücke ist nicht automatisch ein Problem.
Aber eine Lücke, die über längere Zeit unbemerkt bleibt, kann größer werden.
Unser Ziel sollte deshalb nicht sein, jedes Kind permanent zu testen.
Unser Ziel sollte sein, Kinder besser kennenzulernen und ihre Entwicklung bewusst zu begleiten.
Das Bildungsnetz besteht aus mehreren Ebenen

Ein gutes Netz fängt nicht erst dann auf, wenn ein Kind bereits abgestürzt ist.
Es beginnt viel früher.
Ebene 1: Wahrnehmen
Was kann mein Kind bereits?
Was interessiert es?
Was fällt ihm leicht?
Wo wird es unsicher?
Was vermeidet es vielleicht?
Was macht ihm Freude?
Was macht ihm Angst?
Ebene 2: Verstehen
Nicht jede Schwierigkeit hat dieselbe Ursache.
Wenn ein Kind einen Text nicht versteht, kann es beispielsweise daran liegen, dass es noch nicht flüssig genug liest.
Oder dass ihm bestimmte Wörter fehlen.
Oder dass es Schwierigkeiten hat, Informationen miteinander zu verknüpfen.
Oder dass die Konzentration nicht ausreicht.
Oder dass das Thema schlicht nicht interessiert.
Deshalb ist die Frage nicht nur:
„Was kann mein Kind nicht?“
Sondern:
„Was genau macht es gerade schwierig?“
Ebene 3: Unterstützen
Jetzt können kleine, passende Impulse helfen.
Nicht möglichst viel.
Sondern das Richtige.
Ein paar Minuten gemeinsames Lesen.
Eine Rechenaufgabe aus dem Alltag.
Eine Frage, die zum Nachdenken anregt.
Ein Experiment.
Ein Spiel.
Ein Gespräch.
Eine andere Erklärung.
Ein neues Lernformat.
Ebene 4: Beobachten
Hat sich etwas verändert?
Wird das Kind sicherer?
Kommt die Freude zurück?
Kann es die Aufgabe selbstständiger lösen?
Oder besteht die Schwierigkeit weiter?
Ebene 5: Hilfe holen
Wenn eine Schwierigkeit bleibt oder deutlich wird, dass ein Kind mehr Unterstützung braucht, müssen Eltern nicht alles alleine lösen.
Lehrkräfte, Schule und gegebenenfalls weitere Fachstellen können wichtige Partner sein.
Früh nachzufragen ist keine Schwäche.
Es ist Teil eines funktionierenden Bildungsnetzes.
Wir wollen nicht erst reagieren, wenn es zu spät ist
Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Botschaften aus den aktuellen PISA-Ergebnissen.
Wir sollten nicht darauf warten, dass ein Kind mit 15 Jahren eine große Bildungslücke zeigt.
Wir sollten bereits vorher genauer hinschauen.
Nicht mit ständigem Testen.
Sondern im ganz normalen Alltag.
Beim Vorlesen.
Beim Hausaufgabenmachen.
Beim Spielen.
Beim Einkaufen.
Beim Kochen.
Beim Sport.
Beim Erzählen.
Beim gemeinsamen Lösen eines Problems.
Dort bekommen Eltern häufig einen erstaunlich guten Eindruck davon, wie ein Kind denkt.
Und genau daraus kann Unterstützung entstehen.
Lernen soll wieder Freude machen
Vielleicht müssen wir über Bildung noch grundsätzlicher sprechen.
Denn Lernen ist eigentlich etwas Wunderbares.
Ein kleines Kind lernt laufen, obwohl es tausendmal hinfällt.
Es lernt sprechen, obwohl am Anfang kein Wort perfekt klingt.
Es lernt Fragen zu stellen.
Es probiert aus.
Es beobachtet.
Es ahmt nach.
Es scheitert.
Es versucht es noch einmal.
Und irgendwann kann es etwas, das vorher unmöglich erschien.
Das ist Lernen.
Etwas, das wir als Erwachsene manchmal aus den Augen verlieren.
Lernen bedeutet nicht nur:
mehr Hausaufgaben,
bessere Noten,
mehr Wissen,
höhere Punktzahlen.
Lernen bedeutet:
Ich kann heute etwas, das ich gestern noch nicht konnte.
Ich verstehe etwas, das mir vorher unklar war.
Ich entdecke einen Zusammenhang.
Ich kann etwas besser erklären.
Ich finde eine neue Lösung.
Ich werde selbstständiger.
Ich wachse.
Und genau deshalb möchten wir bei Milyez nicht nur darüber sprechen, wie Kinder besser lernen können.
Wir möchten auch darüber sprechen, wie Kinder wieder Lust auf Lernen bekommen können.
Denn Lernen ist keine Strafe.
Lernen ist Entwicklung.
Das Gehirn ist veränderbar – und genau darin steckt eine unserer größten Superkräfte

Unser Gehirn ist kein fertiges System, das irgendwann einfach „eingestellt“ ist.
Es bleibt lernfähig.
Diese Fähigkeit wird als Neuroplastizität bezeichnet.
Erfahrungen, Übung und Lernen können dazu beitragen, dass sich Verbindungen und Netzwerke im Gehirn verändern und anpassen.
Das ist eine faszinierende Eigenschaft unseres Gehirns.
Und für Kinder ist sie besonders wichtig.
Denn ein Kind, das etwas heute noch nicht kann, muss daraus nicht schließen:
„Ich kann das nicht.“
Eine viel hilfreichere Perspektive ist:
„Ich kann es noch nicht.“
Das bedeutet nicht, dass jedes Kind durch genügend Training jede beliebige Fähigkeit auf dasselbe Niveau bringen kann.
Menschen unterscheiden sich.
Begabungen, Voraussetzungen, Interessen, Entwicklungsverläufe und Lebensbedingungen sind unterschiedlich.
Aber Fähigkeiten sind auch nicht einfach in Stein gemeißelt.
Wir können lernen.
Wir können üben.
Wir können Strategien verändern.
Wir können Fehler analysieren.
Wir können neue Wege ausprobieren.
Wir können Wissen miteinander verbinden.
Wir können besser werden.
Und genau diese Lernfähigkeit ist etwas Besonderes.
Growth Mindset: „Noch nicht“ statt „Ich kann das nicht“

Hier kommt ein Gedanke ins Spiel, den wir bei Milyez besonders wertvoll finden:
Growth Mindset.
Die Grundidee ist einfach:
Nicht:
„Ich bin schlecht in Mathe.“
Sondern:
„Mathe fällt mir gerade schwer.“
Nicht:
„Ich kann nicht lesen.“
Sondern:
„Lesen ist für mich gerade noch anstrengend.“
Nicht:
„Ich bin einfach nicht kreativ.“
Sondern:
„Ich habe noch nicht herausgefunden, wie ich das lösen kann.“
Das kleine Wort „noch“ verändert die Perspektive.
Es macht aus einer vermeintlich festen Eigenschaft einen Entwicklungsprozess.
Dabei sollten wir Kindern nicht einfach sagen:
„Du kannst alles schaffen, wenn du nur fest genug daran glaubst.“
Das wäre zu einfach.
Growth Mindset bedeutet nicht, Schwierigkeiten wegzureden.
Es bedeutet auch nicht, jedes Ergebnis schönzureden.
Es bedeutet:
Anstrengung darf Teil des Lernens sein. Fehler sind Informationen. Strategien können verändert werden. Hilfe anzunehmen ist erlaubt. Und Fähigkeiten können sich entwickeln.
Das ist die Haltung, die wir Kindern mitgeben möchten.
Unsere Superpower: Wir können weiterlernen
Vielleicht ist das eine der schönsten Eigenschaften des Menschen:
Wir sind nicht fertig.
Man kann mit sechs Jahren etwas lernen.
Mit zehn etwas verbessern.
Mit zwanzig etwas völlig Neues beginnen.
Mit vierzig eine Fähigkeit nachholen.
Mit sechzig eine neue Sprache lernen.
Und auch danach hört Lernen nicht auf.
Wir können Wissen erweitern.
Altes Wissen mit neuen Erfahrungen verbinden.
Unsere Fähigkeiten verbessern.
Neue Perspektiven entwickeln.
Fehler korrigieren.
Uns verändern.
Man lernt nie aus.
Und genau deshalb sollten wir Kindern nicht vermitteln:
„Du bist gut“ oder „Du bist schlecht“.
Wir sollten ihnen helfen zu erkennen:
„Du entwickelst dich.“
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Lesen: Ein besonders wichtiger Teil unseres Bildungsnetzes
Gerade beim Lesen wird sichtbar, wie wichtig frühes Hinschauen und gleichzeitig Freude am Lernen sind.
Lesen ist eine Schlüsselkompetenz.
Wer Texte verstehen kann, kann sich Wissen erschließen.
Kann Anleitungen lesen.
Kann Informationen vergleichen.
Kann Aufgaben besser verstehen.
Kann sich selbstständig neues Wissen aneignen.
Und Lesen begleitet uns weit über die Schule hinaus.
Deshalb möchten wir bei Milyez nicht nur sagen:
„Kinder müssen mehr lesen.“
Das wäre zu kurz gedacht.
Die wichtigere Frage lautet:
Wie bringen wir Kindern wieder Lust auf Bücher, Geschichten und Wissen?
Denn wenn Lesen ausschließlich mit Pflicht, Bewertung und Fehlerkorrektur verbunden wird, kann die Freude daran verloren gehen.
Wir möchten deshalb einen anderen Weg zeigen.
Der Milyez-Leseclub

Genau dafür haben wir bereits unseren Milyez-Leseclub entwickelt.
Mit den vorhandenen Vorlagen und Freebies möchten wir Familien einen einfachen Einstieg geben:
Gemeinsam Bücher auswählen.
Lesezeiten vereinbaren.
Über Geschichten sprechen.
Lesen sichtbar machen.
Erfolge sammeln.
Und vor allem:
Lesen zu einem gemeinsamen Erlebnis machen.
Denn vielleicht braucht es manchmal nicht mehr Druck.
Vielleicht braucht es einen neuen Zugang.
Ein Kind, das bisher gesagt hat:
„Ich mag Lesen nicht.“
kann vielleicht entdecken:
„Diese Geschichte interessiert mich.“
Und genau dort kann Veränderung beginnen.
Unser Leseclub ist deshalb nicht als zusätzliches Schulprogramm gedacht.
Er soll eine Einladung sein:
Komm, lass uns gemeinsam lesen.
Ohne Leistungsdruck.
Mit Neugier.
Mit Gemeinschaft.
Mit Geschichten.
Und mit der Möglichkeit, dass aus zehn Minuten Lesen irgendwann eine echte Leidenschaft entsteht.
Die passenden Leseclub-Vorlagen und das Freebie können Eltern dabei ganz konkret unterstützen.
→ Einladung zum eigenen Leseclub
→ 5-Minuten-Konzentrationsübungen für Kinder
So wird aus unserem Bildungsnetz etwas Greifbares.
Nicht nur:
„Achte auf die Lesekompetenz deines Kindes.“
Sondern:
„Hier ist eine einfache Möglichkeit, heute gemeinsam anzufangen.“
Bildung bedeutet nicht, immer weiter nach oben zu klettern
Vielleicht sollten wir auch unser Bild von Erfolg verändern.
Ein Kind muss nicht ständig besser werden.
Es darf Pausen machen.
Es darf etwas vergessen.
Es darf Rückschritte erleben.
Es darf etwas langweilig finden.
Es darf etwas nicht können.
Und es darf seine eigenen Interessen entwickeln.
Unser Ziel sollte nicht sein, aus jedem Kind einen Hochleister zu machen.
Unser Ziel sollte sein, Kindern ein stabiles Fundament zu geben:
Neugier.
Selbstvertrauen.
Sprache.
Grundlegende mathematische Fähigkeiten.
Problemlösefähigkeit.
Konzentration.
Selbstständigkeit.
Die Fähigkeit, Hilfe zu suchen.
Und vor allem:
die Überzeugung, dass Lernen möglich ist.
Das Bildungsnetz und der Bildungskompass gehören zusammen

Damit schließt sich der Kreis unseres Milyez-Konzepts.
Das Bildungsnetz fragt:
Wo steht mein Kind?
Wo könnte es gerade Unterstützung brauchen?
Wo müssen wir genauer hinschauen?
Wo können wir auffangen?
Der Bildungskompass fragt:
Wohin kann es sich entwickeln?
Welche Fähigkeiten möchten wir stärken?
Welche Interessen können wir aufgreifen?
Welche nächsten Schritte passen zu diesem Kind?
Das Netz schützt vor dem Durchfallen.
Der Kompass hilft bei der Orientierung.
Und beides zusammen schafft etwas, das Kinder brauchen:
Sicherheit und Entwicklungsspielraum.
Was Eltern heute konkret tun können
Wir brauchen dafür keinen perfekten Förderplan.
Wir können klein anfangen.
1. Schaut auf den ganzen Menschen – nicht nur auf Noten.
Was kann euer Kind gut?
Was interessiert es?
Wo wird es unsicher?
Was macht ihm Freude?
2. Fragt nach dem „Wo genau?“
Nicht:
„Warum kannst du das nicht?“
Sondern:
„Was daran ist gerade schwierig?“
3. Schafft kleine Lernmomente im Alltag.
Lesen, rechnen, erzählen, vergleichen, beobachten, planen und ausprobieren.
4. Gebt Kindern die Chance, Dinge selbst zu lösen.
Nicht sofort die Antwort geben.
Fragen stellen.
Strategien ausprobieren lassen.
5. Macht Fehler normal.
Ein Fehler bedeutet nicht:
„Ich bin schlecht.“
Er kann bedeuten:
„Dieser Weg hat noch nicht funktioniert.“
6. Nutzt Interessen als Tür zum Lernen.
Fußball kann Mathematik sein.
Kochen kann Mathematik und Naturwissenschaft sein.
Ein Lieblingsbuch kann Sprache sein.
Bauen kann räumliches Denken sein.
Natur kann Wissenschaft sein.
7. Schützt die Freude am Lernen.
Nicht jede Lernminute muss effizient sein.
Manchmal darf Lernen einfach Spaß machen.
8. Sprecht früh mit der Schule, wenn euch etwas auffällt.
Nicht erst warten, bis eine große Lücke entstanden ist.
9. Holt Unterstützung, wenn ihr sie braucht.
Ihr müsst nicht alles selbst können.
10. Gebt eurem Kind eine Sprache für Entwicklung.
„Das kannst du noch nicht.“
„Welche Strategie könnten wir ausprobieren?“
„Was hat diesmal besser funktioniert?“
„Was möchtest du als Nächstes lernen?“
Damit geben wir Kindern etwas mit, das weit über die nächste Klassenarbeit hinausgeht.
Unser Fazit: Wir wollen Kinder nicht vor Bildung schützen – wir wollen sie für Bildung begeistern
PISA 2025 ist ein Weckruf.
Aber vielleicht sollte es kein Weckruf sein, der uns noch mehr Druck machen lässt.
Vielleicht sollte es einer sein, der uns genauer hinschauen lässt.
Wo steht mein Kind?
Was kann es bereits?
Wo braucht es Unterstützung?
Wo können wir früh auffangen?
Und gleichzeitig:
Wo können wir wieder Neugier wecken?
Denn Kinder kommen mit einem natürlichen Forscherdrang auf die Welt.
Sie wollen wissen, wie Dinge funktionieren.
Sie wollen ausprobieren.
Sie wollen verstehen.
Sie wollen dazugehören.
Sie wollen wachsen.
Lernen ist zunächst nichts Unnatürliches.
Lernen ist etwas zutiefst Menschliches.
Und es hört niemals auf.
Unser Gehirn bleibt lernfähig.
Wir können Erfahrungen aufnehmen.
Wir können Fähigkeiten weiterentwickeln.
Wir können Wissen erweitern.
Wir können neue Wege finden.
Wir können uns verbessern.
Wir können immer wieder anfangen.
Das ist eine unserer großen menschlichen Superkräfte.
Deshalb möchten wir bei Milyez nicht nur fragen:
„Wie bekommen wir Kinder durch die Schule?“
Wir möchten eine größere Frage stellen:
„Wie helfen wir Kindern dabei, lebenslang neugierig, selbstständig und lernbereit zu bleiben?“
Denn vielleicht ist genau das der beste Schutz davor, durch das Bildungsnetz zu fallen.
Nicht, dass ein Kind alles kann.
Sondern dass es weiß:
Ich darf etwas noch nicht können.
Ich darf Fehler machen.
Ich darf Fragen stellen.
Ich darf Hilfe holen.
Ich kann neue Wege ausprobieren.
Und ich kann weiterlernen.
Das ist Growth Mindset.
Das ist Bildungsstärke.
Und das ist der Gedanke hinter unserem Milyez-Bildungsnetz.
Wir wollen Kinder nicht zu perfekten Schülern machen.
Wir wollen ihnen helfen, Menschen zu werden, die gerne lernen.
Der Milyez Bildungskompass

Aus diesem Grund entsteht bei Milyez unser Bereich Bildungskompass.
Wir möchten Eltern Orientierung geben und gleichzeitig konkrete, machbare Ideen an die Hand geben:
→ Wo steht mein Kind?
→ Welche Fähigkeiten sind gerade wichtig?
→ Wie erkenne ich kleine Lernlücken?
→ Wie kann ich unterstützen, ohne zusätzlichen Druck zu erzeugen?
→ Wie kann ich Lesen wieder attraktiv machen?
→ Wie können wir Mathematik in den Alltag holen?
→ Wie stärken wir Konzentration und Selbstständigkeit?
→ Wie fördern wir Neugier und Problemlösefähigkeit?
→ Wie sprechen wir über Fehler und Entwicklung?
→ Wie können wir Kinder auf eine Welt mit KI und ständig neuen Informationen vorbereiten?
Dazu gehören bei Milyez nicht nur Artikel.
Dazu gehören Vorlagen, Freebies, kleine Übungen, Ideen und konkrete Familienprojekte – wie unser Leseclub.
Denn guter Content soll nicht bei der Information aufhören.
Er soll Eltern helfen, etwas daraus zu machen.
Das ist unser Bildungsnetz:
sehen → verstehen → unterstützen → begleiten → auffangen → weiterentwickeln.
Und unser Bildungskompass zeigt dabei die Richtung:
Neugier → Freude → Selbstständigkeit → Lernen → Wachstum.
Denn Bildung beginnt nicht erst am Schreibtisch.
Sie beginnt dort, wo ein Kind merkt:
Ich darf fragen.
Ich darf ausprobieren.
Ich darf wachsen.
Bildung ist kein Sprint. Sie ist ein Weg.
PISA zeigt uns, wo unser Bildungssystem gerade steht.
Für Eltern beginnt die wichtigere Frage aber erst danach:
Wo steht mein Kind?
Was kann es schon?
Was fällt ihm leicht?
Wo braucht es Unterstützung?
Was interessiert es?
Und was können wir tun, damit aus einer kleinen Unsicherheit keine große Lücke wird?
Wir können nicht alle Probleme unseres Bildungssystems zu Hause lösen.
Und wir müssen es auch nicht.
Aber wir können unsere Kinder aufmerksam begleiten. Wir können hinschauen, wenn etwas schwierig wird. Wir können Fragen stellen, statt vorschnell zu bewerten. Wir können Unterstützung geben, wenn sie gebraucht wird – und gleichzeitig Raum lassen, damit Kinder eigene Wege ausprobieren.
Genau dafür steht bei Milyez das Bildungsnetz.
Es soll auffangen, bevor ein Kind durch eine Lücke fällt.
Und der Bildungskompass hilft dabei, nicht nur auf das zu schauen, was gerade fehlt, sondern auch auf das, was sich entwickeln kann.
Denn Bildung bedeutet nicht, dass ein Kind irgendwann „fertig“ ist.
Lernen hört nicht nach der Schule auf.
Unser Gehirn kann sich durch Erfahrungen, Übung und Lernen verändern. Kinder dürfen Dinge noch nicht können. Sie dürfen Fehler machen. Sie dürfen neue Wege ausprobieren. Sie dürfen ihre Strategien verändern und sich Hilfe holen.
Aus einem
„Ich kann das nicht.“
kann ein
„Ich kann das noch nicht.“
werden.
Dabei geht es nicht darum, Kindern einzureden, dass sie mit genügend Anstrengung alles schaffen können. Das wäre zu einfach.
Es geht um eine andere Haltung:
Schwierigkeiten sind kein Beweis dafür, dass man etwas niemals lernen kann.
Ein Fehler kann zeigen, was noch fehlt.
Eine falsche Strategie kann verändert werden.
Hilfe kann ein Teil des Lernens sein.
Und ein kleiner Fortschritt ist trotzdem ein Fortschritt.
Wir wollen Kinder nicht zu perfekten Schülern machen.
Wir wollen ihnen helfen, Menschen zu werden, die gerne lernen.
Menschen, die Fragen stellen.
Die neugierig bleiben.
Die sich etwas zutrauen.
Die mit Rückschlägen umgehen können.
Und die wissen:
Ich muss noch nicht alles können. Aber ich kann lernen.
Bildung beginnt nicht erst am Schreibtisch.
Sie beginnt beim Vorlesen.
Beim gemeinsamen Rechnen beim Einkaufen.
Beim Bauen, Fragen, Ausprobieren und Experimentieren.
Beim Gespräch am Küchentisch.
Beim Fußballspiel, beim Kochen, beim Basteln und beim Beobachten der Welt.
Und manchmal auch einfach dort, wo ein Kind merkt:
Da ist jemand, der an mich glaubt.
Das ist der Gedanke hinter dem Milyez-Bildungsnetz:
Wir können nicht jedes Hindernis aus dem Weg räumen.
Aber wir können dafür sorgen, dass kein Kind mit seinen Schwierigkeiten allein bleibt.
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Quellen & weiterführende Informationen
Die Einordnung der PISA-Ergebnisse basiert auf aktuellen Veröffentlichungen der OECD sowie den offiziellen deutschen Auswertungen und ergänzenden wissenschaftlichen Quellen.
OECD – PISA 2025 Ergebnisse, Band I: Deutschland
Deutschland erreichte 2025 in Naturwissenschaften 486 Punkte, im Lesen 465 Punkte und in Mathematik 464 Punkte. Damit lagen die Ergebnisse jeweils auf dem niedrigsten bisher in PISA für Deutschland gemessenen Niveau.
OECD – PISA 2025 Ergebnisse, Band I: Deutschland
Kultusministerkonferenz – PISA 2025
Die KMK ordnet die Ergebnisse insbesondere mit Blick auf Basiskompetenzen, Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit ein.
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ZIB / Technische Universität München – PISA 2025
Der nationale PISA-Bericht „Bildung im Spannungsfeld von Innovation und Transformation“ bietet eine ausführliche Einordnung der deutschen Ergebnisse.
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PubMed – Growth Mindset Meta-Analysis
Hinweis zur Einordnung
Dieser Artikel ordnet aktuelle PISA-Ergebnisse aus der Perspektive von Eltern und Familien ein.
Die beschriebenen Milyez-Ideen und Alltagsempfehlungen sind redaktionelle Anregungen. Sie ersetzen weder schulische Förderung noch eine individuelle pädagogische, psychologische oder fachliche Beratung.
Milyez
Bildung darf leicht beginnen.
Das Milyez Bildungsnetz wächst Schritt für Schritt. Weitere Artikel rund um Mathematik, Naturwissenschaften, Lernfreude, KI und Medienkompetenz folgen.
