Was wäre, wenn Lesen plötzlich ein echtes Event wäre?

Leseclub- Kinder am Tisch mit Keksen

Gründet euren eigenen Milyez-Leseclub: Bücher, Freunde, Kakao & Kekse

„Lies dein Buch.“

Für Kinder klingt das manchmal eher nach Aufgabe als nach Abenteuer.

Aber was wäre, wenn das Lesen plötzlich auf etwas Besonderes hinausläuft?

Ein Treffen mit Freunden.
Lieblingsbücher auf dem Tisch.
Kakao, Tee oder Kaffee.
Ein Teller mit Keksen.
Jedes Kind erzählt von seinem Buch.

Und vielleicht wechselt am Ende sogar das eine oder andere Buch den Besitzer.

Aus „Lies dein Buch“ wird ein kleines Event, auf das man sich freut.

Genau diese Idee steckt hinter dem Milyez-Leseclub.

Die Idee: Gemeinsam lesen, gemeinsam erzählen

Ihr braucht dafür keinen offiziellen Verein und auch keinen komplizierten Plan.

Sucht euch einfach ein paar Kinder aus dem Freundeskreis und vereinbart einen Termin – zum Beispiel einmal im Monat oder alle zwei bis drei Monate.

Jedes Kind sucht sich bis dahin ein Buch aus und liest es in seinem eigenen Tempo.

Beim nächsten Treffen bringt jeder sein Buch mit.

Dann wird erzählt, gelacht, empfohlen, diskutiert und vielleicht auch getauscht.

Das Schöne daran: Zwischen den Treffen liegt genug Zeit, um das Buch wirklich in Ruhe zu lesen.

Und wer noch nicht fertig geworden ist?

Kein Problem.

Der Milyez-Leseclub ist kein Wettbewerb.

Es geht darum, Geschichten miteinander zu teilen und Lesen mit einem schönen Erlebnis zu verbinden.

Auch Mama und Papa dürfen mitmachen

Warum sollte der Leseclub nur für Kinder sein?

Wenn Eltern Lust darauf haben, können sie selbstverständlich mitmachen.

Mama liest vielleicht gerade einen Roman, Papa einen Krimi oder ein Sachbuch – und beim Treffen erzählen alle, was sie gelesen haben.

So entsteht etwas Besonderes:

Kinder erleben, dass Lesen nicht nur eine Schulaufgabe ist. Es gehört ganz selbstverständlich zum Familienleben und zur Freizeit dazu.

Auch die Stiftung Lesen betont die Bedeutung von Vorbildern und gemeinsamem Austausch rund ums Lesen. Kinder können dabei erleben, dass Bücher und Lesen ganz natürlich zum Alltag gehören.

So funktioniert euer Milyez-Leseclub

1. Freunde einladen

Startet klein.

Vielleicht mit drei, vier oder sechs Kindern.

Jedes Kind darf selbst entscheiden, wen es gerne dabeihaben möchte.

Und genau hier beginnt schon das erste kleine Leseclub-Erlebnis:

Die Einladung wird selbst gestaltet.

2. Ein Buch aussuchen

Jedes Kind sucht sich ein Buch aus.

Das kann ein Roman, Comic, Sachbuch, Abenteuerbuch oder eine andere Geschichte sein.

Es muss nicht das „richtige“ oder „anspruchsvollste“ Buch sein.

Das Buch soll Lust aufs Lesen machen.

Denn Lesen wird nicht automatisch schöner, wenn Erwachsene entscheiden, welches Buch gelesen werden soll.

3. Zeit zum Lesen haben

Jetzt kommt die wichtigste Phase:

die Zeit zwischen den Treffen.

Je nachdem, wie oft ihr euch trefft, habt ihr mehrere Wochen Zeit.

So entsteht ein kleiner persönlicher Termin im Kalender:

„Bis dahin möchte ich mein Buch gelesen haben.“

Nicht als Druck.

Sondern als Vorfreude.

4. Das Treffen: Kakao, Kekse & Lieblingsbücher

Und dann ist es soweit.

Der Tisch wird gemütlich gemacht.

Vielleicht stehen dort:

  • Kakao
  • Tee
  • Kaffee für die Erwachsenen
  • Wasser oder Saft
  • Kekse
  • Obst
  • kleine Snacks

Dazu kommen die Bücher.

Vielleicht legt jedes Kind sein Buch vor sich.

Und dann beginnt die eigentliche Veranstaltung.

Der Milyez-Leseclub.

5. Jedes Kind stellt sein Buch vor

Dabei muss niemand ein Referat halten.

Das ist ganz wichtig.

Ein paar einfache Fragen reichen:

Wie heißt dein Buch?

Worum geht es?

Was hat dir besonders gut gefallen?

Gab es eine Stelle, die dich überrascht oder zum Lachen gebracht hat?

Würdest du das Buch weiterempfehlen?

Und natürlich darf auch die Antwort lauten:

„Nein, ich würde es nicht weiterempfehlen.“

Denn auch daraus kann ein spannendes Gespräch entstehen.

Vielleicht findet ein anderes Kind genau dieses Buch trotzdem interessant.

6. Bücher empfehlen – oder lieber nicht?

Das macht den Austausch besonders schön.

Ein Kind kann sagen:

„Dieses Buch musst du unbedingt lesen!“

Ein anderes vielleicht:

„Für mich war es nicht das Richtige.“

Beides ist völlig in Ordnung.

Denn plötzlich sprechen Kinder nicht nur über Bücher.

Sie sprechen über Geschichten, Gefühle, Figuren, Abenteuer und ihren eigenen Geschmack.

Genau darin steckt ein großer Teil des Erlebnisses.

7. Bücher weitergeben und tauschen

Warum müssen Bücher nach dem Lesen im Regal stehen bleiben?

Ihr könnt am Ende eine kleine Büchertausch-Runde machen.

Wer ein Buch nicht mehr behalten möchte, bringt es mit.

Vielleicht findet ein anderes Kind genau darin sein nächstes Leseabenteuer.

So entsteht aus jedem Treffen gleichzeitig eine kleine persönliche Bibliothek.

Gelesen → empfohlen → weitergegeben → neues Buch entdeckt.

8. Die nächste Runde beginnt

Am Ende könnt ihr direkt überlegen:

Wann treffen wir uns wieder?

Vielleicht in vier Wochen.

Vielleicht erst in drei Monaten.

Vielleicht wird aus eurem kleinen Treffen sogar ein richtiges Ritual.

Und genau das ist der schöne Gedanke:

Das nächste Buch wartet schon.

Die Einladung gehört zum Erlebnis dazu

Ein kleines Event beginnt nicht erst, wenn alle am Tisch sitzen.

Es beginnt schon vorher.

Deshalb darf jedes Kind seine eigene Einladung zum Leseclub gestalten.

Name, Datum, Uhrzeit und Treffpunkt eintragen, vielleicht noch ein kleines Bild dazu – fertig.

Die Einladung kann persönlich übergeben oder gemeinsam mit Mama und Papa gestaltet werden.

So wird aus „Wir treffen uns zum Lesen“ plötzlich ein richtiger Termin.

Euer Milyez-Freebie: Einladung zum Leseclub

Damit ihr direkt starten könnt, haben wir eine passende Milyez-Leseclub-Einladung vorbereitet.

Das Kind kann sie selbst gestalten und an seine Freunde verteilen.

So beginnt das Leseabenteuer schon vor dem ersten Treffen.

[Hier kommt der Link zum kostenlosen Leseclub-Freebie]

Und wenn beim ersten Treffen nicht alles perfekt läuft?

Dann ist das völlig in Ordnung.

Vielleicht erzählt ein Kind nur zwei Sätze.

Vielleicht redet ein anderes zehn Minuten.

Vielleicht wird mehr gelacht als gelesen.

Vielleicht wird ein Buch überhaupt nicht weiterempfohlen.

Vielleicht wird am Ende nur Kakao getrunken und über die Lieblingsfiguren gesprochen.

Auch das ist ein Leseclub.

Denn das Ziel ist nicht, eine perfekte Buchvorstellung zu veranstalten.

Das Ziel ist, dass Kinder Bücher mit etwas Schönem verbinden:

Freunden. Gemeinschaft. Neugier. Geschichten. Zeit.

Die Stiftung Lesen beschreibt Leseclubs ebenfalls als freizeitorientierte Räume, in denen Kinder gemeinsam lesen, spielen und kreativ mit Geschichten und Medien umgehen – ausdrücklich ohne Leistungsdruck.

Ein kleines Ritual, das wachsen darf

Vielleicht startet ihr mit vier Kindern.

Vielleicht kommen beim nächsten Mal zwei weitere dazu.

Vielleicht lesen irgendwann auch die Eltern regelmäßig mit.

Vielleicht entsteht eine kleine Bücherkiste, in der alle ihre gelesenen Bücher sammeln.

Vielleicht bekommt jedes Treffen ein eigenes Motto:

Abenteuerabend
Lieblingsbuch-Abend
Harry-Potter-Abend
Detektivabend
Sommer-Leseclub im Garten

Aus einer einfachen Idee kann so ein kleines Familienritual werden.

Und genau darum geht es bei Milyez:

Nicht mehr müssen. Sondern etwas Schönes daraus machen.

Kleine Bücher. Große Geschichten. Gemeinsame Zeit.

Lesen muss nicht immer allein auf dem Sofa stattfinden.

Manchmal darf ein Buch der Grund sein, warum sich Freunde treffen.

Warum Kekse auf dem Tisch stehen.

Warum jemand von seiner Lieblingsfigur erzählt.

Warum ein gelesenes Buch an ein anderes Kind weitergegeben wird.

Und warum man sich schon Wochen vorher auf das nächste Treffen freut.

Das Ziel ist nicht, mehr lesen zu müssen.

Das Ziel ist, Lesen zu etwas zu machen, auf das man sich freut.

Milyez-Tipp

Starte nicht mit einem großen Programm.

Leseclub-Kekse und Tee

Ein paar Kinder. Ein Buch. Ein gemütlicher Tisch. Kakao oder Tee. Kekse. Und Zeit zum Erzählen.

Mehr braucht euer erster Lese-Club nicht.

Vielleicht wird daraus euer neues Lieblingsritual.

Du möchtest euren eigenen Lese-Club starten? Dann haben wir etwas für euch: Vier kostenlose Lese-Club-Vorlagen zum Ausdrucken- für kleine Leserunden, gemütliche Nachmittage und besondere Lese-Abenteuer.

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